München, 04.01. 2007 08:44; News-Ticker.org
Schiffsbeteiligungen - eine „alt bewährte“ AnlageklasseWas sind Schiffbeteiligungen?
Bei Schiffsfonds oder auch Schiffsbeteiligungen handelt es sich um geschlossene Fonds, bei denen das eingesammelte Kapital in den Bau oder den Erwerb von Seeschiffen investiert wird. Wie bei geschlossenen Fonds üblich, können Investoren/Anleger nur während eines bestimmten Zeitraums (Platzierungszeitraum) der Schiffsgesellschaft beitreten. Nachdem genügend Anleger dem Fonds beigetreten sind und das notwendige Eigenkapital eingeworben wurde, wird der Fonds geschlossen. Der Anleger wird Anteilseigner und Mitunternehmer des Wirtschaftsunternehmens Schiff. Beteiligungen an Schiffen sind keine Erfindung der Neuzeit, sondern schon seit über 150 Jahren bewährte Praxis. Die Ausschüttungen sind von den erzielten Chartereinnahmen abhängig. Über den Schiffsfonds erzielt der Anleger Einkünfte aus Gewerbebetrieb, die aufgrund der Tonnagebesteuerung nahezu steuerfrei ausbezahlt werden. Der Anlagehorizont eines Schiffsfonds liegt bei 10 - 18 Jahren. Die langfristige Ertragskraft eines Schiffsfonds hängt im wesentlichen von der Angebots- und Nachfragesituation auf dem Schiffsmarkt für Tanker- und Containerkapazitäten ab.
Tonnagebesteuerung bei Schiffen
Beteiligungen an Schiffsgesellschaften ermöglichen die Teilnahme am weltweiten Transportaufkommen, welches durch die Globalisierung und internationale Arbeitsteilung entsteht. 1999 wurde die Tonnagesteuer eingeführt, welche den Anlegern nahezu steuerfrei Erträge ermöglicht. Die Tonnagesteuer stärkt den Schiffahrtsstandort Deutschland. Das Schiff muss in Deutschland bereedert werden und die meiste Zeit des Jahres in das deutsche Schiffsregister eingetragen sein. Die Tonnagesteuer wird pauschal ermittelt. Die Berechnungsgrundlage dafür ist die Nettoraumzahl, also die Größe des Schiffes.
Chancen nutzen Schiffsbeteiligungen sind durch die Investition in Sachwerte gleich bleibende Vermögenswerte. Dadurch sind sie unabhängig von den Wertpapiermärkten und stellen somit eine eigene Anlageform dar. Bekannt sind die Fonds in Deutschland aber vor allem, weil sie immer noch als Steuersparmodell gesehen werden. Schiffbeteiligungen liegen nach den Immobilienfonds auf dem zweiten Rang in der deutschen Anlegergunst. Diese mobilen Beteiligungen sind nicht standortgebunden und können deshalb Chancen in allen Regionen der Welt wahrnehmen. Die Schiffsbeteiligungen partizipieren direkt an der Globalisierung und dem Weltwirtschaftswachstum. Gleichzeitig treibt der Seeverkehr die Globalisierung voran. Ca. 98% aller Warentransporte weltweit gehen über den Seeweg.
Schiffsarten Die Anzahl der Anleger, die die Chancen von Schiffsbeteiligungen erkennen, nimmt weiter zu. Das investierte Kapital floss die letzten Jahre in Containerschiffe, Tanker, Multipurposeschiffe und Car-Carrier.
Bis zu einer Größe von 3400 TEU besitzen Containerschiffe auch teilweise eigenes Ladegeschirr. In anderen Fällen erfolgt der Ladevorgang in Häfen mit entsprechenden Containerbrücken an Containerterminals. Unterschieden werden kann als erstes in Langstrecken- und Feederschiffe. Feederschiffe werden eingesetzt, um die Container auf die kleineren Häfen zu verteilen, die Langstreckenschiffe in grosse Häfen bringen. Im Gros sind als Feederschiffe 2500 TEU Containerschiffe eingesetzt, es werden jedoch mittlerweile schon grössere Schiffe im Feederverkehr beschäftigt.
Der Tanker ist ein Schiff zum Transport von flüssigen Stoffen, wie Wasser, Rohöl, Ölen und Kraftstoffen oder Petrochemischen Erzeugnissen. Tanker sind nach der weltweiten IMO-Regel ab 2010 nur noch Doppelhüllentanker, um die Sicherheit zu erhöhen. Bis 2010 müssen die noch fahrenden Einhüllentanker verschrottet werden. Neben der allgemeinen Bauart entscheidet das Coating (die Beschichtung) der Tanks, welche Stoffe transportiert werden können. Doppelhüllen-Tanker gelten mittlerweile als die sichersten Handelsschiffe.
Massengutfrachter, auch Bulker genannt, sind Schiffe, die zum Transport von losen Massengütern verwendet werden. Werden feste Massengüter transportiert wie bspw. Erz, Kohle, Bauxit, Phosphat, Zement oder Getreide, spricht man von Schüttgutfrachtern. Flüssige Massengüter wie Rohöl, Chemikalien und flüssige Lebensmittel werden von Tankern transportiert. Car-Carrier sind speziell für den Autotransport gebaut worden.
Warum sind Schiffbeteiligungen so lukrativ? Eine hohe, regelmäßige und nahezu steuerfreie Ausschüttung, Renditen im zweistelligen Bereich und der bereits vollständig verbrauchte Sparerfreibetrag sprechen für eine Beteiligung an einer Schiffsgesellschaft. Dabei hat der Anleger eine zusätzliche Diversifikation seiner Vermögens- & Finanzstruktur erreicht.
Sind Namen wie König und Cie, HCI, Nordcapital, Ideenkapital, KGAL, Lloyd Fonds AG, Maritim Invest und MPC alleine die Topquartiel in der Branche der Schiffbeteiligungen?
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