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Lebensversicherungs-Zweitmarkt Fonds (Policenfonds und Policenportfolios)
Unter dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen versteht man einen Markt, in dem die Ansprüche aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen während der Vertragslaufzeit gehandelt werden. Dies geschieht je nach Rechtslage durch Verträge, in dem die Ansprüche des Versicherungsnehmers an Investoren vertraglich abgetreten werden oder aber, bevorzugt, wo die Investoren selbst die Ansprüche durch Eintritt in den Versicherungsvertrag als Versicherungsnehmer übernehmen. Der Übergang des Rechts wird entgeltlich durch einen Vertrag geregelt. Umgangssprachlich wird auch vom Handel mit "Gebrauchtverträgen" gesprochen, zur Unterscheidung gegenüber dem Neuabschluss von Verträgen. Das Konzept der Fonds ist einfach: Sie kaufen bereits bestehende Lebensversicherungen auf dem Zweitmarkt, deren Betrag weit unter dem inneren Wert, jedoch über dem Rückkaufswert der Versicherung liegt. Die Fonds bedienen den Vertrag bis zum regulären Ende bzw. bis zum Eintritt des Versicherungsfalls und erhalten dann die Ablaufleistung. Der Fondsprofit resultiert aus der Ablaufsumme abzüglich des Kaufpreises sowie der für die Restlaufzeit gezahlten Prämien. Es gibt Deutsche, Britische und Amerikanische Zweitmarktfonds.
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